THE HIVES ARE BACK

Gepostet von am Mai 8, 2012 | Keine Kommentare

THE HIVES ARE BACK

The Hives warten mit neuem Material auf. Grund genug Vergangenes revue passieren zu lassen und die Aufmerksamkeit den zuletzt veröffentlichen Hörschnipseln als Vorgeschmack auf die neue Platte „Lex Hives“ zu widmen.

Im Zuge der Ankündigung endlich ein neues The Hives Album herauszubringen, habe ich mir natürlich erstmal alten Kram wieder angehört.
Und für mich bleibt klar: Alben wie Tyrannosaurous Hives oder das Meisterwerk Veni Verdi Vicious bleiben auch heute noch klassisch, sind aber weit mehr als nur solide Rockmusik. Ich stelle euch hier mal ein bisschen was vor. Im Text habe ich, für die, die The Hives nicht kennen, oder den alten Scheiß mal wieder hören wollen, Musik verlinkt.

Klickt euch durch die Dekaden der Band.

The Hives sind Schwedens mitunter größter musikalischer Export und das hat auch seine Berechtigung. Die Jungs haben den Riffpunk neu tapeziert und stellen mit dem Gesamtkunstwerk aus Attitüde und unverwechselbarem Sound einer ganzen Generation den Soundtrack ihrer Jugend.

Die Jungs starten 1997 mit Barely Legal, das zwar bei weitem nicht perfekt, aber doch richtungsweisend für die Band ist. Schlagzeuger Chris Dangerous sagte in einem frühen Interview mal, dass er einfach nur verdammt schnell spielen wolle. Das wird auf diesem Album deutlich. Die Hives sind laut, rau, ungeschliffen und einfach nur sau schnell. Eine Laufzeit von 27:19 Minuten bei 14 Titeln lässt erahnen, was mit dem Wort schnell in diesem Zusammenhang gemeint ist.

Als im Jahr 2000 Veni Vidi Vicious erscheint, wird klar, welch enormen musikalischen Sprung The Hives gemacht haben. Nicht nur die Songs wirken strukturierter, auch der Sound der Band hat sich gewandelt und bringt jetzt eine ganz eigene Note mit, die stilprägend ist und später auch als Inspiration für Bands, wie Kraftklub dient. Das Album kann ich persönlich nicht tot hören und es ist somit eine der zehn Platten, die ich mit auf eine Insel nehmen würde. Mehr dazu aber vielleicht in einem separaten Artikel zu einem späteren Zeitpunkt.

Diesen Sound fortführend, veröffentlichen The Hives 2004 Tyrannosaurus Hives, welches ebenfalls grandios, weil technisch und musikalisch sehr nah an seinem Vorgänger und durchaus einige wirkliche Hits beinhaltend, sich aber nicht mit Veni Vidi Vicious messen kann. Die Videoclips zu den Singleauskopplungen sind mit diesem Album wesentlich kreativer geworden.

2007 erscheint daraufhin The Black And White Album mit dem die fünf Schweden die Punkrockpfade verlassen, wie es viele andere Punkbands im Laufe ihrer Entwicklung auch getan haben und insgesamt einfach ruhiger und strukturierter werden. Die Band vergisst den Punk zwar nicht, macht jetzt im weitesten Sinne jedoch Popmusik, was ja grundsätzlich nichts schlechtes sein muss. Mit The Black And White Album überschritt die Band in meinen Augen ihren Zenit. Für Rummel hat die damalige, wirklich unkonventionelle Kollaboration zwischen den Hives und Produzent Timbaland gesorgt, der zum damaligen Zeitpunkt ja gerade hohe Wellen im Pop geschlagen hat. Der Sound der Schweden wurde weich und sauber, was das paradoxe Image leider zerstörte.

Wenn ich mir den Coachella Auftritt angucke, dann merke ich schnell, mein Bein bleibt trotzdem nicht cool. Ich muss mitwippen. Weicher Sound hin oder her, irgendwie packt es mich trotzdem und ich weiß heute schon, dass ich Lex Hives, das fünfte Studioalbum der Band, am 1. Juni in den Händen halten werde.

Einen Vorgeschmack zur neuen Platte gibt es mit einer Studioversion von Go Right Ahead, was zumindest im Abgang Hitpotential hat. Weiteres Hörmaterial gibt es auf tape.tv und im Rest des Internets.

 

Bild: Columbia Berlin

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