Gesehen: THE DARK KNIGHT RISES (2012)

Gepostet von am Jul 26, 2012 in Film & TV | Keine Kommentare

Gesehen: THE DARK KNIGHT RISES (2012)

Nomen est omen: Nachdem der „schwarze Ritter“ gefallen ist, obwohl er Gotham City von den wahnsinnigen Machenschaften des Anarcho-Terroristen Joker befreit hat, wird Batman nun aufsteigen – zum Symbol des Friedens und der gesellschaftlichen Sicherheit und zur Lüge eines Christopher Nolan, der seinem Helden am Ende des ersten Sequels so etwas wie Ambivalenz, also einen Hauch Tiefgründigkeit schenkte, nur um diese in seinem Abschluss-Statement einer, nun ja, teils soliden („Begins“), teils durchdachten („Falls“) Comic-Trilogie wieder zu verspielen. „The Dark Knight Rises“ nämlich ist ein Film, der behauptet, keine Adaption, die über die Komplexität ihres Helden auch nur im Geringsten Bescheid weiß. Alles, was Nolan über Bruce Wayne und dessen Alter Ego Batman proklamiert, sind reine Vermutungen, Oberflächlichkeiten, wenn man so will, die inmitten eines nach technologischen Spielereien eifernden Actionfeuerwerks zeitweise völlig untergehen.

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REALE VIRTUALITÄT

Gepostet von am Jul 14, 2012 in Gesellschaft & Politik | Keine Kommentare

REALE VIRTUALITÄT

Ist Schlussmachen per SMS immer noch so verrufen? Wieso eigentlich? So lernt man sich heute doch auch kennen. Man kann mit dem Smartphone ja nahezu alles machen. Telefonieren (macht keiner mehr), chatten, surfen, sich den Weg zeigen lassen, Ticktes buchen, Fotos machen, Sexfilmchen drehen, dem Hund einen Friseurtermin machen, eine Pizza bestellen oder sein Leben auf viele andere Arten vermeintlich erleichtern. Wenn das Telefon dann herunter fällt, ist alles kaputt, nicht nur das Display. Was folgt ist der Facebook-Post „Habe im Moment kein Handy!“.

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DUMMGEKLICKT

Gepostet von am Jul 4, 2012 in Gesellschaft & Politik | 1 Kommentar

DUMMGEKLICKT

Meine Startseite variiert seit kurzem, was so etwas wie meine webbasierte Persönlichkeitsevolution bedeutet. Nach vielen Jahren, in denen die Google-Maske meinen Browserstart dominierte, kam mir plötzlich in den Sinn, dass ich frei bin. Frei und dummgeklickt. Wenn ich ins Internet gehe, und dabei ist es fast egal von welchem PC aus, ist meine erste virtuelle Anlaufstelle Facebook. Diese Tatsache ist mir bewusst und ich halte sie für absolut bedenklich bis erschreckend. Allerdings scheint mir das nur die Spitze eines gefühlskalten Eisbergs zu sein, der da im Netz herumtreibt. Tatsächlich haben die Emotionen, die wir im Netz zum Ausdruck bringen, nur bedingt Bezug zur Realität. Die Frage ist: Was bedeutet LOL?

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GESUNGENE GESCHICHTEN – HANNES WADER

Gepostet von am Jun 27, 2012 in Musik | Keine Kommentare

GESUNGENE GESCHICHTEN – HANNES WADER

Bedeutungsschwangere Texte gibt es heute in der Populärmusik nur selten. Gerade im deutschsprachigen Raum sind kommerziell erfolgreiche Künstler mit guten Texten rar gesät. Dabei ist gerade die deutsche Sprache so vielseitig und hat subjektiv einen wunderschönen Singsang. Deutsch kann sehr harrrrrrt, aber auch sehr weich sein, was gerade im kreativen Umgang mit dieser Sprache potentiell viele Pforten öffnet.

Neulich erlebte ich eine Situation, in der jemand Kinder mit dem „Wenn das alle machen würden“-Argument in unverhältnismäßigem Ton maßregelte . Woraufhin ein Freund von mir ironisch zitierte: „Wenn das alle machen würden, dann wäre der Tankerkönig bald weg vom Fenster mit Blick auf den See.“

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Theater: MIGRANTENLABYRINTH

Gepostet von am Jun 15, 2012 in Theater | Keine Kommentare

Theater: MIGRANTENLABYRINTH

Es gibt viele künstlerische Wege, Menschen zu berühren, Gedanken anzuregen und Gefühle zu wecken. Worte gehören sicherlich zu den stärksten. Wenn einem aber Worte und Gesten, Blicke und Schauspiel im Alltag mitten auf der Straße entgegengeschmettert werden, erscheint dies vielleicht zunächst ungewohnt, tatsächlich aber regt es den Körper und Geist vieler Menschen zum Innehalten und Erleben an.

Genau das macht das Junge Theaterlabor Darmstadt mit ihrem Stück „Migrantenlabyrinth – Mein Koffer ist mein Zuhause!“ seit Anfang Juni an diversen Plätzen in Darmstadt. Mit dem Straßentheaterstück zum Thema Einwanderung, Identifikation und Heimat zieht das junge Ensemble, dessen Darsteller ganz unterschiedliche Wurzeln haben, durch die Straßen und wirbelt dabei die Gefühle der Zuschauer auf.

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E3 2012- HIGHLIGHTS UND LOWLIGHTS

Gepostet von am Jun 7, 2012 in Videospiele | Keine Kommentare

E3 2012- HIGHLIGHTS UND LOWLIGHTS

Eine weitere E3 ist vergangen und soviel vorweg: es war enttäuschend.

Die Gamingwelt steckt 2012 zwischen den Generationen und blickt neidvoll wie selten auf die PC Versionen der kommenden Knüller. Wir warten auf die neuen Konsolen von Microsoft und Sony, die die Unreal 4 Engine und co einem breiten Publikum zugänglich machen sollen. Und da wäre ja auch noch die WiiU, aber leider sind wir auch nach der Vorstellung der neuen Konsole von Nintendo nicht viel schlauer, was die Leistungsfähigkeit des Wii Nachfolgers betrifft.

Aber auch eine enttäuschende E3 hat noch genug Highlights, um darüber zu berichten.

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VON KARTOFFELN UND METRO-DEUTSCHEN

Gepostet von am Jun 4, 2012 in Gesellschaft & Politik | Keine Kommentare

VON KARTOFFELN UND METRO-DEUTSCHEN

Von Hake

„Urdeutsche“, „Biodeutsche“ auf der einen, „Menschen mit Migrationshintergrund“ und „Einwanderer“ auf der anderen Seite. Auf der Bundeskonferenz für Integration offenbarte sich, dass selbst ins Thema eingearbeitete Personen gewisse Schwierigkeiten haben, wenn es um eine Differenzierung zwischen Deutschen und Deutschen geht. Aber warum klingt es seltsam, wenn Integrationsexperten zwischen „Urdeutschen“ und „Menschen mit Migrationshintergrund“ unterscheiden? Sicherlich, wenn es um einen Vergleich beim Engagement in einem Verein geht und man eigentlich positiv die zunehmenden Zahlen der teilhabenden Migranten hervorheben möchte, liegt es nahe, diese Zahlen mit denen der Menschen ohne Migrationshintergrund zu vergleichen. Aber gleich Menschen in „Menschen mit Migrationshintergrund“ und „Ur- oder Biodeutschen“ zu differenzieren, klingt dann doch irgendwie nicht richtig.

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