Gehört: DEICHKIND – BEFEHL VON GANZ UNTEN (2012)

Gepostet von am Feb 24, 2012 in Musik | 1 Kommentar

Gehört: DEICHKIND – BEFEHL VON GANZ UNTEN (2012)

Die Crew vom Deich hat sich mittlerweile einen Namen gemacht. Früher ein undergroundiger Geheimtipp, heute eine unermüdliche Partymaschine, die durchgehend auf Tour zu sein scheint. Eine Hamburger Formation, die als Livespektakel wohl jedem feierwilligen Menschen aus der D-A-CH Area geläufig sein dürfte. Nach zwei Stunden Deichkind geht man gefedert und durchgeschüttelt aus der Location, um nach Luft zu ringen. Und das hat seinen legitimen Grund, aber eben auch seine Tücken.

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Gehört: GENEPOOL – EVERYTHING GOES IN CIRCLES (2004)

Gepostet von am Feb 15, 2012 in Musik | Keine Kommentare

Gehört: GENEPOOL – EVERYTHING GOES IN CIRCLES (2004)

Genepool folgten einem ähnlichen Konzept, wie es CRASS seinerzeit praktiziert hat. Die Band schien an sich keine festen Mitglieder inne zu haben. Die Besetzung änderte sich stetig bis letztlich 2010 „Lauf!Lauf!“ erschien und sie seither keine Wechsel mehr durchliefen. Konstante Bestandteile gibt es seit jeher trotzdem: Guido Lucas und Thilo Schenk. Diese beiden zeigen sich wohl auch hauptverantwortlich für diese wahnsinnige Scheibe aus dem Jahre 2004.

Teil der Combo ist zur Entstehungszeit von „Everything Goes In Circles“ auch Jack Letten, seines Zeichens Frontassi der Stoner-Punk-Hardcore-Schweinerock-Kapelle Smoke Blow, der GENEPOOL auf ihrem Debut seine Stimme leiht.

Und das tut dem Album richtig gut, denn die Wavepunker transportieren schnellen, groovenden Punkrock, der durch Lettens diabolischen Singsang fast schon eine transzendente Färbung erhält und diesem Wahnsinnsaufgebot an genialster musikalischer Einfachheit den letzten Schiff verpasst. Da ist es auch zu verzeihen, dass die Smoke-Blog Rampensau ihre Deutschländer Pronauntsiäischen nicht verbergen kann.

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Gehört: TURBOSTAAT – FLAMINGO (2001)

Gepostet von am Feb 12, 2012 in Musik | 1 Kommentar

Gehört: TURBOSTAAT – FLAMINGO (2001)

Turbostaat spielen keinen Gute-Laune-Punk wie die Terrorgruppe oder Wizo und auch keinen Politpunk wie Slime – und auch sonst fällt es irgendwie schwer, diese Band ordentlich einzuordnen, denn für Deutschpunk sind sie im Allgemeinen zu anspruchsvoll, für Rock aber definitiv zu Deutschpunk… ihr versteht?

Mit „Flamingo“ gelingt Turbostaat 2001 ein Debüt-Deutschpunkalbum, das nur wenig Konkurrenz hat. Letztlich nicht nur deswegen, weil die Musik die diese Band macht, nichts für die breite Masse ist. Trotzdem, oder gerade deswegen: Dieses Album spiegelt einen sehr interessanten Mix aus Energie, Dramatik, Wut, Trauer, Hoffnung und Melancholie, aus Indie- und Noiseelementen, aus klassischem Drei-Akkord-Geballer und avantgardistischen Details wider. Der Sound von „Flamingo“ bleibt aber sehr dunkel und schwermütig und erzeugt zuweilen eine kalte Atmosphäre, die eine Geschichte von rauen Nächten auf See erzählt. Mit dieser schräg anmutenden Mischung erweitern die fünf Freunde aus einer norddeutsch(sten) Kleinstadt den Deutschpunkhorizont.

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